Neuigkeiten - nächste Woche startet endlich unser Queerer Chor:
Queerer Chor
In diesem Chorprojekt soll und darf jede beteiligte Person ihre Stimme finden, sowohl im sängerischen Bereich als auch auf der gruppendynamischen Ebene. Insbesondere für viele trans und nicht binären Personen spielt die Stimme eine wichtige Rolle. Der Chor will einen geschützen Raum geben, in dem mit der eigenen Stimme frei experimentiert werden kann.
Jeder Mensch und jede Stimme ist anders individuell und im Chor kommt zu der Ebene des In-Kontakt-Kommens mit sich und der eigenen Stimme die nächste Ebene- die des gemeinschaftlichen Erlebens, Erarbeitens und Klangproduzierens.
Es gibt (noch) keine thematische, stilistische oder stücktechnische Festlegung. Das wird sich mit den eingegebenen Interessen und Wünschen aber schnell finden. Kommt einfach vorbei und wir schaffen eine gemeinsame T*räumchenhafte Klangwolke.
Es stehen allen Teilnehmenden pro Probe ein Corona-Schnelltest zur Verfügung, der dann vor Ort gemacht werden kann.
Ort: Kulturbunker; Friedrich-Engels-Straße 27 (ganz oben im Mik-Bereich)
Veranstalter*in: T*räumchen in Kooperation mit dem AdiNet Nordhessen
Wann: 28.09.2022, 16-18
Beschreibung des Vortrags: Rassismus ist strukturell verankert. Eigene Diskriminierungserfahrungen schützen nicht vor rassistischem Denken und Rassismus macht auch deshalb nicht vor queeren Communities halt. Wir möchten das zusammen angehen! In diesem Vortrag wird der Schwerpunkt auf anti-muslimischem Rassismus liegen, denn: Muslimisches Leben in Deutschland ist sehr vielfältig, doch leider wird es oft so reduziert dargestellt, als ob es nur eine Lesart des Islams geben würde. In Form von anti-muslimischem Rassismus und insbesondere Homonationalismus wird dieser Lesart (insbesondere seitens rechter Akteur*innen) zugeschrieben, dass Queerphobie ein fester Bestandteil "des" Islams sei. So werden in queeren Communities rassistische Denkweisen über Muslim*innen durch Angst bestärkt. In diesem Vortrag gehen wir gemeinsam diesem Narrativ auf die Spur, verstehen, warum und was daran so falsch und so gefährlich ist und machen uns Gedanken, wie wir konkret dagegen vorgehen können.
Der Vortrag findet via Zoom statt.
Kurzvita des Redners: Marco Linguri (er/ihn) ist ein trans Mann mit romeiko-türkischem Background. Er hat einen Magister in Romanistik, eine abgeschlossene Ausbildung zum nicht-direktiven Berater, studiert im Zweitstudium Islamische Theologie und macht parallel eine Imam-Ausbildung am CALEM Institut Marseille. Er ist im Bundesvorstand des Liberal-Islamischen Bundes und dort auch für u.a. queere und interreligiöse Eheschließung in Süddeutschland zuständig. Seit kurzem leitet er die Queer-Muslimische Beratung für den LIB e.V. - mehr dazu unter lib-ev.de/queer. Darüber hinaus betreibt er einen Blog (coffeandidentity auf Wordpress) zu intersektionalen Perspektiven auf Diskriminierung, aber auch kreativen Texten und Gedanken zu seinem muslimischen Glauben und ist Podcast-Host (Cistemkritik auf Spotify). Eines seiner Gedichte ist vor kurzem im queermuslimischen Gedichtband ARAF:unsichtbar abgedruckt worden.
Sehr geehrte Kolleg*innen, Netzwerkpartner*innen und interessierte Mitarbeiter*innen diverser Einrichtungen und Institutionen,
mit großer Freude und Neugier laden die AIDS-Hilfe Kassel und das AKGG-Beratungszentrum zu Information und Austausch ein.
Am Donnerstag, 15. September von 15:00 bis ca. 18:00 Uhr AKGG Beratungszentrum
Nicht alle Menschen kommen als Junge oder Mädchen zur Welt. Manche Kinder werden mit Variationen der Geschlechtsmerkmale geboren. Diese Körper sind weitere, gesunde Variationen menschlicher Geschlechter. Sowohl Ärzt*innen, Hebammen, medizinisches Personal und auch Erzieher*innen und Lehrer*innen können (erste) Kontaktpersonen intergeschlechtlicher Kinder sein. Mit unserem Input wollen wir Unsicherheiten abbauen, und Informationen über Intergeschlechtlichkeit geben und unser Beratungsangebot für Eltern intergeschlechtlich geborener Kinder vorstellen.
Am Freitag, 16. September von 15:00 bis ca. 18:00 Uhr AIDS-Hilfe Kassel e.V.
Trans* und nichtbinäre Kinder und Jugendliche benötigen besondere Unterstützung. Deswegen möchten wir Strategien für eine gute Begleitung von trans* Kindern und Jugendlichen erarbeiten. Im ersten Teil werden wir uns mit der sozialpädagogischen Begleitung, von trans* und nichtbinären Kindern und Jugendlichen beschäftigen, z.B. im Kontext von KiTa und Jugendzentren.
Wie kann geschlechtlicher Vielfalt wertschätzend begegnet werden? Warum ist es wichtig, eigene binär- und cisgeschlechtliche Annahmen zu reflektieren? Und wie können trans und nichtbinäre Kinder und Jugendliche gestärkt werden?
Wie sieht es in der medizinischen Begleitung aus? Diesem Themenbereich werden wir uns im 2. Teil widmen. Die Teilnehmenden werden erfahren, wann eine Vorstellung in der Endokrinologie sinnvoll ist und welche hormonmedizinischen Möglichkeiten es gibt, trans* und nichtbinäre Jugendliche zu unterstützen, von Pubertätsblockern bis zu geschlechtsangleichenden Hormontherapien. Außerdem wollen wir darüber reden, was im ärztlichen medizinischen Setting wichtig ist, wenn mit trans* Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird. Wir möchten Fachpersonal dazu ermutigen, trans und nichtbinäre Kinder auf ihrem Weg gut zu begleiten.
Am 15. September von 15:00 bis ca. 18:00 Uhr
Programm:
15:00 – 15:15 Ankommen und Begrüßung durch das AKGG-Beratungszentrum
15:15 – 16:15 Fachvortrag mit anschließender Diskussion/Fragen: „Was ist Intergeschlechtlichkeit – niedrigschwellige Informationen“ durch Dr. med. M. Hulverscheidt
16:15 – 17:15 Fachvortrag mit anschließender Diskussion/Fragen: „Bedarfe intergeschlechtlicher Kinder und ihrer Eltern“ durch Ursula Rosen (Verein intergeschlechtlicher Menschen e.V.)
17.15 – 17.30 Vorstellung „Beratungsangebot für Eltern intergeschlechtlich geborener Kinder“ durch Lilli Fromm
17:30 – 18:00 Gelegenheit für weitere Fragen und Verabschiedung
Am 16. September von 15:00 bis ca. 18:00 Uhr
Programm:
15:00 – 15:15 Ankommen und Begrüßung durch die AIDS-Hilfe Kassel
15:15 – 16:15 Fachvortrag mit anschließender Diskussion/Fragen: „Pädagogische Begleitung von trans und nichtbinären Kindern und Jugendlichen“ mit Ivo Boenig, trans*_queere_r Aktivist_in und Sozialarbeiter_in, promoviert momentan zu Lebensgeschichten und Gesundheitsentwürfen von trans* und nichtbinären Personen
16:15 – 17:15 „Medizinische Begleitung von trans* und nicht-binären Kindern und Jugendlichen – Gesundheitsversorgung und hormonmedizinische Möglichkeiten“ mit Dr. med. Chris Reinert, Fachärzt*in für Kinder- und Jugendmedizin
17:15 – 18:00 Gelegenheit für weitere Fragen und Verabschiedung
Gemeinsam mit 160+ anderen Organisationen unterstützen wir die #transMedienWatch-Petition. Helft ihr mit 7.500 Unterschriften zu erreichen? Jetzt "gegen trans*feindliche Berichterstattung, für einen respektvollen & sachlichen Umgang" unterschreiben: innn.it/transMedienWatch!
Es ist so weit – unser Come-Together-Treff: für junge Queers, ihre Freund*innen und An- und Zugehörige – findet statt.
Ihr seid herzlich willkommen. Wichtig ist jedoch Sensibilität für queere Themen mitzubringen, denn der Treff soll ein Ort der Begegnung und des Austauschs werden.
Wann? - Jeden zweiten Dienstag im Zwei-Monats-Rhythmus